Neuerungen und Wissenswerte aus dem          Gesundheitswesen

Leonore Zimmermann (München 2005)

 

 

 

 

 

Fast in jedem Quartal gibt es Änderungen im Gesundheitswesen, die auch unmittelbar für die Patienten wichtig sind.

Auf dieser Seite informieren wir unsere Patienten kurz über wichtige Neuerungen. 

Arbeiten noch vor Ablauf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

> Sie haben wegen einer Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeit erhalten. Nun geht es Ihnen vor Ablauf des bescheinigten Zeitraumes wieder besser und sie wollen wieder arbeiten gehen. Dies können Sie machen. Sie benötigen keine "Gesundschreibung" vom Arzt und der Arbeitgeber freut sich... .

Verschreibung von Medikamenten bei längerem Auslandsaufenthalt

> Wenn anläßlich eines Auslandsaufenthaltes mehr als der Quartalsbedarf der "Dauermedikamente" benötigt wird, darf der Arzt für diesen Mehrbedarf nur ein Privatrezept ausstellen.

Der Leistungsanspruch für gesetztlich versicherte Personen ruht, solange sich der Patient im Ausland aufhält.

Zu Fragen der Kostenerstattung der privat verordneten Medikamente wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

Belastungen im Ärztlichen Bereitschaftsdienst Bremen

Das Patientenaufkommen im Ärztlichen Bereitschaftsdienst Bremen hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Ich möchte meine Patienten bitten, den Bereitschaftsdienst nur in wirklichen Notfällen (z.B. akute Erkrankungen am Wochenende, am Abend) aufzusuchen. Alle anderen Erkrankungen werden zuerst vom Hausarzt behandelt, der dann ggf. eine Mitbeandlung anderer Ärzte veranlasst.

Neue Datenschutzbestimmungen

> Ab 25. Mai 2018 tritt eine Datenschutz-Grundverordnung in Kraft.

Informationen erhalten Sie in der Praxis (Auslage im Wartezimmer) oder hier unter der Rubrik "Datenschutz-Informationen".

Neue Laborpauschalen ab April 2018

 > Ab 1.4.2018 werden neue Laborpauschalen festgelegt.

Laboruntersuchungen - auch auf Wunsch der Patienten, ohne konkreten Anlass im Rahmen einer ärztlichen Diagnosefindung - haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Unter anderem deswegen begrenzt der Gesetzgeber weiter die Möglichkeiten des Arztes im Rahmen der Labordiagnostik.

Bitte kontaktieren Sie uns vor einer  von Ihnen gewünschten Blutuntersuchung.                       Wir klären dann , ob diese zu Lasten der Krankenkasse möglich ist oder ob eine private Verrechnung der gewünschten Blutuntersuchung  angezeigt ist.

Blutuntersuchungen aus "eigenem Interesse" des Patienten müssen in der Regel auch selbst bezahlt werden ! Sie erhalten dann vom Labor eine Rechnung.

Neue Formulare bei Arbeitsunfähigkeit

> Ab 1. Januar 2016 gibt es ein neues Formular der AU-Bescheinigung.

Sie als Versicherter erhalten nun neben dem Arbeitgeber und der Krankenkasse auch einen Exemplar der AU-Bescheinigung für Ihre Unterlagen.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst ist umgezogen

> Ab 29. Oktober 2015 ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst im St. Josef-Stift Bremen,  Schubertstr., Eingang Notaufnahme zu erreichen.

Straßenbahnlinien Nr. 1, 4, 5 und Bus Nr. 24, Haltestelle St.Joseft-Stift.

Hilfe und Unterstützung im Alter

> Bei Fragen zur Unterstütrzung im Alter und zur Pflege  gibt es ein Bürgertelefon bei der Senatorin für Kinder, Jugend und Frauen.

In Bremen sind 17 Dienstleitungszentren eingerichtet.

Diese Zentren beraten Sie z.B. in Fragen zur Pflegeversicherung, zur Nachbarschaftshilfe, zur Betreuung demenzkranker Angehöriger und erledigen auch Schriftliches. 

 

Unter www.soziales.bremen.de/info/pflege erfahren Sie mehr.

 

Das Bürgertelefon erreichen Sie unter der Telefonnummer (0421) 115 .

 

Elektronische Gesundheitskarte  ab 01/2015

> Ab 01. Januar 2015 können Sie nur noch mit der neuen elektronischen Krankenversichertenkarte (mit Bild) die Leistungen der Krankenkassen bei einem Arzt, Psychotherapeuten oder Zahnarzt in Anspruch nehmen.

Die alte Versichertenkarte ist nicht mehr gültig.

Bei Patienten ohne gültige Versicherungskarte ist der Arzt  v e r p f l i c h t e t

eine Privatrechnung und ggf. ein Privatrezept auszustellen. 

Juli 2014  "Aut-idem" - Kreuz auf Kassenrezepten

> Auf Kassenrezepten darf das Felder "Aut idem" vor einem Medikament nur noch in  medizinisch begründeten  E i n z e l f ä l l e n  (z.B. bei nachgewiesenen allergischen Reaktionen oder anderen Unverträglichkeiten wirkstoffgleicher Medikamente) vom Arzt gesetzt werden.

So kann es sein, dass sie nicht mehr das Ihnen bisher bekannte Medikament erhalten und die Apotheke Ihnen ein wirkstoff- und wirkgleiches Medikament eines anderen Hersteller aushändigt.

Ihre Krankenkasse hat mit bestimmten Herstellerfirmen Rabattverträge und die Apotheken müssen Präparate dieser Firmen herausgeben.

Zum Trost: Es wirkt bei einem Präparat weder der Namen noch der Preis, noch ist das eine Präparat "besser" als das andere.

Teststreifen für Diabetiker

 

> Ab Oktober 2011 dürfen für Diabetiker (die nicht mit Insulin behandelt werden) keine Harn- oder Blutzucker-Teststreifen mehr auf einem Kassenrezept verordnet werden.

(Ausnahmen: Bei Ersteinstellung eines Diabetes, bei Therapieumstellung oder bei instabiler Stoffwechsellage können bis zu 50 Teststreifen je Behandlungssituation verordnet werden.)

 

Insulinpflichtige Diabetiger erhalten ab 2012 auf Kassenrezept nur noch sogen."generische Blutzucker-Teststreifen", d.h. es dürfen keine Produktnamen mehr vom Arzt auf das Rezept geschrieben werden.

Die Apotheken beraten Sie, ob Ihr bisheriges Blutzucker-Messegrät in der Liste der Geräte verzeicnet ist, für die die Krankenkassen die Teststreifen bezahlen. 

Einwilligung zu Berichtsübermittlung an den Hausarzt

 

> Suchen Sie einen Gebietsarzt (z.B. einen Orthopäden) mit Überweisungsschein auf - (dies ist notwendig damit der Hausarzt einen Bericht über die Untersuchungen bekommt und die Ärzte zusammenarbeiten können) - müssen Sie seit kurzem diesem Gebietsarzt schriftlich die Einwilligung zur Übermittlung eines Befundberichtes an den Hausarzt geben.